Donnerstag, 13. november 2008
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18:15
bewerbungen sind ja sowohl thema als auch wissenschaft für sich. man kann darüber streiten - und tut es auch.
ein ratgeber straft die zweiten lügen, der personaler widerspricht dem bewerbungscoach und man selbst bleibt dabei über kurz oder lang auf der strecke. obwohl einem ja immer gesagt hat, man soll
sich doch bitte mit seiner bewerbung identifizieren können. tja, von wegen! ich habe längst damit aufgehört, mich mit irgendwas bewerbungstechnischem zu identifizieren. ich halte meine
anschreiben für unerträgliche anbiederei und meinen lebenslauf für grausam. ich bin nicht stolz auf meine berufliche vergangenheit und ich bin auch nicht stolz auf das, was ich angeblich "kann".
eigentlich bin ich gar nicht der mensch, den meine bewerbungen für gewöhnlich widerspiegeln.
und doch habe ich da wohl keine große wahl. ich feile immer wieder an meinem lebenslauf herum, weil man mir das nahelegt. ich versuche, den vorstellungen anderer gerecht zu werden und dabei
wenigstens noch einen hauch meines wirklichen ichs zu wahren. ich versuche, mich mit der vorgegebenen marschroute anzufreunden. manchmal gewöhne ich mich mit der zeit ja auch tatsächlich an das,
was ich da fabriziert habe. und was habe ich schon alles ausprobiert, nur um den wünschen anderer zu entsprechen. eigentlich macht das bewerben so noch weniger spaß als es das eh schon tut. da
werden einem bunte linien oder anderer schnickschnack aufgezwungen und im gleichen atemzug heißt es dann: "sie müssen sich mit ihrer bewerbung identifizieren können." vielleiht kann ich mich
aber nicht damit anfreuen, wenn es da nur noch von albernem schnickschnack wilmmelt. vielleicht ist es mir auch egal, dass der alberne schnickschnack irgendeine psychologische wirkung haben
soll.
gerade (und jetzt muss ich hier doch mal ein bisschen jammern und mit der mitleidstour anfangen) als empfänger von ALG II hat man in sachen bewerbung nicht viel zu lachen. natürlich bekommt
werden die bewerbungskosten erstattet, aber eben auch nur zu einem teil, nur bis zu einem bestimmten betrag pro jahr und zumindest in meinem fall auch nur unter ganz bestimmten bedingungen. ich
soll meine bewerbungen nur mindestens im zehnerpack einreichen und das bitte auch erst dann, wenn ich die absage oder irgendeine andere (schriftliche) rückmeldung vorliegen habe. ich muss also
alles erstmal vorschießen und dank unseres bescheuerten postboten auch alle nase lang neue mappen kaufen.
außerdem muss man sich im grunde auch immer noch so ein bisschen davor fürchten, dass die netten leute vom amt (die durchaus auch mal nett und kompetent und toll sein können - aber es eben
manchmal auch so gar nicht sind) die eingereichte bewerbung als pseudobewerbung interpretieren und eine kürzung der bezüge veranlassen. denn das ist ja so eine sache mit diesen pseudobewerbungen.
als arbeitsloser muss man sich arbeitswillig zeigen und die entsprechenden bemühungen nachweisen. und damit da nichts fehlinterpretiert wird, entspricht die bewerbung dann am ende doch
überwiegend den vorstellungen des arbeitsvermittlers.
warum langweile ich mich mit all diesen nutzlosen informationen? weil ich eigentlich eine frage habe.
denn vorhin, auf dem weg in den feierabend, unterhielten wir uns über dieses ewige bewerbungsdrama und sahen uns mit diversen fragen konfrontiert.
was ist besser?
lebenslauf: ausführlich oder doch lieber kurz?
anschreiben: ausführlich, knapp, mit auflistungen oder ohne?
foto: farbe oder schwarz-weiß?
mappe: dreigeteilte faltmappe in gedeckten farben oder doch lieber "durchsichtige" clip-hefter?
stellenanzeigen in der zeitung: sofort abschicken oder lieber wartne, damit die bewerbung nicht im stapel versinkt?
und vor allem: per post oder doch lieber per email?
wie macht ihr das? wie habt ihr das gemacht? wie seht ihr das? und WARUM?
Montag, 18. august 2008
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2008
18:02
gerade durfte ich wieder eine sternstunde in sachen bewerbungsfrust erleben.
sie haben also noch nie für längere zeit im ausland gelebt oder gearbeitet? ... sie müssen fließend englisch sprechen, um alle anderen dort unterstützen zu können. das englisch muss
verhandlungsicher sein. sowas kann man ja in der schule nun wirklich nicht lernen. da hätten sie schon für ein jahr als au pair im englischsprachigen raum gearbeitet haben müssen, dann könnten
sie jetzt auch fließend englisch. ... aber sie können das ja nicht, also kommen sie nicht in die engere auswahl. arbeiten sie doch mal für längere zeit im ausland, das ist wichtig für ihre
sprachkenntnisse und die berufliche zukunft.
danke, arschloch.
vielleicht hatte ich ja genau das vor? und vielleicht klappt es ja auch gerade deswegen nicht, weil sie alle arbeitgeber so pissig anstellen? mal daran gedacht? nein? schön. dann einfach mal die
fresse halten.
es ist doch immer wieder das gleiche. man darf sich irgendwelche kommentare (die im übrigen dann auch sehr gerne mal herablassend, patzig, beleidigend oder anderswie unsympathisch sind) darüber
anhören, dass man noch keine berufserfahrung hat, irgendeine sprache nicht fließend spricht oder eben noch nicht für längere zeit im ausland war. in solchen momenten ist man dann grundsätzlich
der idiot mit der großen roten pappnase im gesicht. man ist der feind, weil man den (gerne auch mal besonders hoch gegriffenen ansprüchen) nicht gerecht wird und außerdem noch die frechheit
besessen hat, sich als minderqualifizierter depp trotzdem zu bewerben und dem personaler somit seine ach so wertvolle zeit zu stehlen. was fällt dem geneigten bewerber auch ein, da irgendwelche
ansprüche nicht zu erfüllen? das allein finde ich schon immer schlimm genug.
da wird man als untalentierter depp angestempelt und bekommt natürlich noch nicht einmal den hauch einer chance, endlich mal etwas an diesem umstand zu ändern. bisher habe ich das für das
nonplusultra der demütigung gehalten.
aber siehe da, es geht noch schlimmer...
begrüßen wir also einen newcomer in den arschloch-charts.
ein absage wegen fehlender kenntnisse und im gleichen atemzug die scheißunverschämte aufforderung, sich die fehlenden kenntnisse doch bitte endlich mal anzueignen.
wie schon geasgt. danke, arschloch.
Sonntag, 17. august 2008
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2008
12:57
ich bin da wohl noch ein paar erkärungen schuldig.
vor gut zwei wochen verfasste ich einen eher kryptischen eintrag über die sonnenseite des lebens und so krempel. es ging dabei um eine bewerbung, die ich eigentlich eher spaßeshalber verfasst
hatte. es kam aber dann eben doch zu einem gespräch und trotz meiner "wirklich schlechten" arbeitszeugnisse wurde ich mit dem hinweis auf gute chancen wieder entlassen.
während des gesprächs wurde mehrmals darauf hingewiesen, dass da wirklich dringend jemand gesucht und somit die stelle spätestens zum 15. august besetzt werden soll. eine entscheidung wurde für
den 28. juli angekündigt, blieb dann aber aus. stattdessen gab es die aufforderung zu einer probeübersetzung mit recht zeitnaher deadline. genau da setzte einer meiner einträge an. die aufgabe
als solche war doch relativ kompliziert, ging es dabei doch um einen berg an landwirtschaftlichen fachbegriffen aus der viehzucht. selbst wenn man englisch kann, man unterhält sich ja halt nun
mal doch eher selten über euterboden, zentralbänder, milchcharakter und färsenbesamung. folglich habe ich mir bei meiner übersetzung mit leo.org beholfen, weil ich auch nicht einfach dummdreist
die fertig übersetzten texte von der firmenhomepage klauen wollte. ich habe besagte texte einfach als inspiration benutzt und mich redlich darum bemüht, die übersetzungen eben auch anderswo
auzutreiben. so... während meiner leo-recherche entdeckte ich dann prompt zumindest einen meiner direkten konkurrenten. besager konkurrent hatte nämlich bereits am vorabend das forum bei leo
fleißig mit jeder menge anfragen zu euterboden, färsenbesamung, blablabla gefüllt und damit mächtig rumgenervt. ich habe das als ausgesprochen positiv für mein pluspunktekonto gehalten, weil mich
als chef ein solche verhalten ganz gewaltig angekotzt hätte. aber vielleicht war das ein fehlschluss meinerseits, ich weiß es nicht. jedenfalls kam letzte woche die absage mit dem hinweis darauf,
dass man sich für einen anderen bewerber entschieden hat. merkwürdigerweise ist die stelle aber in der datenbank immer noch aktuell und wurde auch freitag auch nochmal aktualisiert. solche
geschichten regen mich ja dann irgendwie doch immer wieder auf. halten die einen für dämlich? denken die, sowas merkt keiner?
aber auch gut. dann mache ich ab sofort eben nicht in bullensperma und muss auch nicht so elendig weit fahren. nur würde es mich ja schon interessieren, wer den job nun bekommen hat. vermutlich
irgendein mann.
...
mh... nein, ich werde mich nicht (mehr) davon runterziehen lassen. es war eben einfach noch nicht mein job. zumal ich auch sowieso ein bisschen angst vor den ansprüchen des guten mannes
hatte. und überhaupt... die sache mit der ewigen fahrerei hätte mich schon gestört. und zwar nicht nur, weil ich mir das jetzt unbedignt schönreden muss.
es war einfach noch nicht der job, den ich irgendwo entdecke und sage: "ja, ich will. und zwar sofort.". in diesem fall war es eher so ein gedanke. "hey, die verkaufen bullensperma? wie lustig.
da bewerbe ich mich mal." also gut jetzt.
...
das unbedingt-und-zwar-am-liebsten-sofort-wollen stellte sich erst vergangene woche ein, als ich wegen diverser jahrestage und neuigkeiten mit meinem schicksal haderte und mich aus meinem umfeld
wegrecherchieren wollte. bei meiner suche entdeckte ich ein stellenangebot und das o.g. wollen stellte sich fast augenblicklich ein. und zwar zusammen mit der ausgesprochen frustrierenden
erkenntnis, dass besagte stelle durch einen personalvermittler vermittelt wird. auf dieses wort reagiere ich seit eienr sehr abstrusen erfahrung im frühen frühjahr ja allergisch. und ich habe mir
auch geschworen, nie wieder einen vermittlungsgutschein beantragen zu wollen. so gesehen fallen für mich schon von vorneherein alle stellen weg, die von einem personalvermittler veröffentlicht
werden. deswegen habe ich meine begeisterung für den job postwendend unterdrückt und mich gefragt, ob die neue arbeitsvermitterin bei der gemeinde in sachen vermittlungsgutschein vielleicht ein
bisschen kooperativer sein könnte. kurz darauf war das aber alles wieder vergessen.
mittlerweile stehen die zeichen aber wieder anders. man rief mich an und hat quasi unaufgefordert einfach mal alle auf diesen job bezogenen bedenken und möglichen probleme aus dem weg geräumt. es
war ein bisschen so, als hätte man mit zaunpfählen auf mich eingedroschen. zweifel habe ich jetzt keine mehr. nur leider ist auch dieser job schon wieder zu schön um wahr zu sein, so dass ich da
wenig hoffnungen habe. naja... aber zum glück habe ich ja jetzt elektronische bewerbungen für mich entdeckt, so dass es am ende wenigstens kein rausgeschmissenes geld gewesen ist.
dennoch... es wäre schon toll, wenn es klappen würde. eben weil ich das eigentlich schon unbedingt und zwar am liesbten sofort will. man muss sich dieses gefühl vermutlich so wie ein fehlendes
puzzleteil vorstellen, dass sich plötzlich wild blinkend bemerkbar macht und somit wirklich jeden zweifel ausräumt.
warten wir es ab. vielleicht reicht es ja wenigstens noch für ein erstes vorstellungsgespräch und im anschluss eine kleine teestunde mit dem monchen.
Samstag, 9. august 2008
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08:11
vielleicht stehe ich mit meiner meinung ja auch allein auf weiter flur, aber...
sollte man nicht meinen, dass der typische jobsuchende gerade an den wochenenden aktiv werden will?
meiner meinung nach bieten sich doch gerade die sams- und sonntage dafür an, bewerbungen zu schreiben. oder ist das wirklich ein so großer irrtum meinerseits?
wie dem auch sei, ich für meinen teil wollte heute und morgen noch die eine oder andere bewerbung verschicken. ich hatte mir diesbezüglich via arbeitsagentur.de auch schon ein paar stellen
vorgemerkt. und was ist jetzt? mir steht das online-angebot unter arbeitsagentur.de derzeit wegen wartungs- und erweiterungsaktivitäten nicht zur verfügung. seit gestern nachmittag schon nicht
mehr, und vermutlich ändert sich das auch erst am montag wieder.
was soll das denn jetzt, bitte?
natürlich ist es in gewisser hinsicht löblich, dass die herrschaften nicht gerade zu den hauptverkehrszeiten an ihrem angebot herumbasteln (auch wenn das in der vergangenheit schon öfter
vorgekommen ist), aber am wochenende? ist es denn nicht möglich, da einfach mal ein bisschen über nacht tätig zu werden? klappt anderswo doch auch! aber nix, da wird jetzt am wochenende gewartet
und erweitert, und ich stehe auf dem schlauch. ausgerechnet am wochenende! an meinem freien wochenende ohne irgendwelche termine! was hätte ich an der bewerbungsfront nicht alles schaffen
können... tja, es hat wohl nicht sollen sein. nun muss ich das alles auf die kommende woche verschieben. auf genau die woche, in der ich schon wieder viel zu viele andere termine habe. am montag
die besprechung des büchereiteams im krankenhaus, dienstag der ganz normale dienstagsdienst im krankenhaus, donnerstag eine kleine einführung in die signierung der bücher, ebenfalls im
krankenhaus. und am freitag eigentlich der große sommerausflug. nebenbei muss ich dann am donnerstagnachmittag wieder zur heilpraktikerin nach DEL, was mich auch jedes mal mindestens 2,5 stunden
kostet. außerdem darf ich wohl morgen oder übermorgen die beste vom bahnhof abholen. außerdem ist am mittwoch der große tag, die diamantene hochzeit meiner großeltern. vermutlich werden wir
deswegen schon am dienstag für vorbereitungen angefordert, während mein bruderherz mit clint kurzfristig nach münster verschwindet. und dank der feierlichkeiten ist auch der mittwoch komplett
geschändet. nicht zu vergessen die tatsache, dass ich bis zum 18. august noch ein weiteres geburtstagsgeschenk für meinen bruder brauche und bis zum 19. august mein zimmer hier im mütterlichen
heim auf vordermann gebracht haben muss. wie soll ich da noch zeit für bewerbungen finden? und ich finde übrigens nicht, dass ich mich gerade übertrieben weinerlich anstelle. es regt mich eben
einfach auf, dass ich mich auf ein paar vielversprechende jobs hätte bewerben können, wenn die funktion der arbeitsagentur jetzt gerade eben nicht lahmgelegt wäre. und für so seiten wie
monster.de bin ich wohl einfach zu blöd.
was also tun?
ich könnte natürlich heute schon mit dem aufräumen anfangen oder mir zumindest ein paar weitere therapeuten aus meiner liste herausuchen. aber will ich das? eigentlich nicht. ich war auf
bewerbungen eingestellt. nur wird mir das jetzt wohl herzlich wenig nützen. wuppdidu.
nun denn. ich werde mich jetzt für eine große weile unter die dusche stellen und mir dort irgendwas überlegen. zur not gucke ich gleich einfach erstmal x-faktor und danach jamie oliver. so.
Montag, 4. august 2008
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2008
11:50
... ich muss noch meine lohnsteuerkarte suchen.
außerdem muss ich möglichst eher jetzt als gleich meine durch diverse zimmer in diversen häusern verteilte originalzeugnisse wiederfinden, damit diese dann in farbe eingescannt werden können,
weil das doch die bewerbungsunterlagen und unheimlich aufwertet.
oh... und ich möchte doch ganz bestimmt heute abend mit dem rest der schwimmgemeinde schwimmen gehen? ich finde es doch immer so lustig, wenn sich alle welt über meine langsame schwimmerei lustig
macht und mir hinterher vorhält, dass ich eben keine 500 oder 1000 oder sonstwieviele meter geschwimmen bin. darum möchte ich mir sicher etwas gutes tun und mich heute abend als konditionsloser
schwimmidiot zum affen machen. denn warum und woher sollte ich auch selbst am besten wissen, was gut für mich ist?
und dann diese ganzen zeitarbeitsfirmen... kann es sein, dass das alles nur ansammlungen von volltrotteln sind?
da gibt es zum beispiel so eine firma in hellblau und apfelgrün. die rühmen sich damit, dass sie ja immer in ich weiß nicht was für tolle jobs vermitteln. nun bin ich dort also in der datenbank
eingetragen, mit all meinen ausbildungen und fremdsprachenkenntnissen und so - und kriege nicht einen der jobs angeboten, die ich bei meiner eigenrecherche so auftreibe. stattdessen fragt man
mich alle nase lang, ob ich nicht vielleicht für ein paar monate irgendwo am arsch der welt daten erfassen möchte. da frage ich mich regelmäßig, was das wohl soll.
oder so eine in eher dunkelblau. die hat kürzlich auf ihrer eigenen homepage und bei der arbeitsagentur eine position als sachbearbeiter ausgeschrieben, entsprechende bewerbungen sollten mit
einer kennziffer versehen werden. jene position wurde mir von meiner arbeitsvermittlerin vorgeschlagen und ich habe mich natürlich beworben. eben bekam ich eine ganz merkwürdige rückmeldung. man
habe sich bemüht, für mich das richtige zu finden, eine entsprechende position sei im moment aber nicht vakant und man könne mich darum leider nicht menien fähigkeiten entsprechend einsetzen.
ähm... hallo? ich habe mich um eine explizit ausgeschriebene position beworben. wie kann die denn dann nicht vakant sein? und warum bemüht man sich um enien für mich passenden job, wenn ich doch
eine bewerbung für einen ganz bestimmten job hinschicke? was soll denn dann so ein kaspertheater? ich bin zwar arbeitslos, aber deswegen noch lange nicht bescheuert. und überhaupt... die sind
ganz lustige gesellen, die dunkelblauen. da werden seit jahren schon mitarbeiter fürs callcenter gesucht, die bitte mindestens zwei sprachen zu sprechen haben. noch lieber natürlich drei bis vier
bis fünf. und diese herrschaften sollten doch bitte nichts dagegen haben, im schichtdienst und mindestens einmal im monat auch am wochenende zu arbeiten. oh... und die kaufmännische ausbildung
vorweg ist natürlich auch ein muss. solche leute sind natürlich begehrt, das ist mir wohl klar, aber ich finde es dann schon unverschämt, dass die jemanden mit einem repertoire von vier
fremdsprachen mit eniem stundenlohn von 7 euro nochwas abspeisen wollen und dann nur wirklich ganz schweren herzens großzügig tun und irgendwas knapp jenseits der 8-euro-grenze anbieten. anderso
wird da dann doch ein bisschen mehr bezahlt, auch ohne vier fremdsprachen.
solche geschichten gibt es ja zuhauf. als arbeitsloser mensch muss man sich viel zu viel gefallen lassen.
ich mag ja auch ganz besonders die leute, die einem mangelnde berufserfahrung vorwerfen und sich wunders wie großartig darüber echauffieren, dass man auf dem arbeitsmarkt ohne berufserfahrung
kaum chancen hat. und ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass einem besagte leute natürlich selbst niemals eine chance geben würden.
nicht minder herzig sind die chefs, die einem von anfang an feindselig gegenübertreten und dann irgendwann noch die große frauenkeule auspacken. da wird dann darüber rumgemault, dass man
eigentlich keine frau einstellen will, die dann sowieso irgendwann heiratet und kinder bekommt. denn wozu jemanden einarbeiten, der dann nach relativ kurzer zeit in den mutterschutz geht?
manchmal kommen zum schluss auch noch die unzulässigen fragen. sind sie schwanger? planen sie eine schwangerschaft? wann wollen sie eine familie gründen? blablabla... wie soll man denn btite auf
sowas reagieren? eigentlich will man sich nicht die blöße geben, da die familienplanung auf den tisch zu packen. eben weil es auch gar nicht erlaubt ist. antwortet man nicht, wird da ja gleich
ein verheimlichen von "belastenden" informationen vermutet. und weist man auf die unzulässigkeit der frage hin, ist man sowieso der arschlochkandidat und kann seine bewerbungsunterlagen
eigentlich auch gleich wieder mit nach hause nehmen.
und dann ist da noch die sorte chef, denen man zu hässlich für den job ist und die einen dann mit irgendwelchen sehr merkwürdigen methoden aus dem rennen kegeln. sowas ist mir im letzten jahr
passiert... ich hatte an einem vormittag ein gespräch mit der personaltante und die war wirklich vollkommen begeistert von mir. und weil der chef vormittags noch mit einem kater im bett lag,
wurde ich für den nachmittag nochmal herzitiert. der chef sah gut aus, aber er hätte sich auch ein plakat mit: "ich finde dich hässlich, ich will lieber ne gutaussehende assistentin" um den hals
hängen können. was machte er also? gab mir irgendeinen völlig bescheuerten artikel zu lesen, stellte mir im anschluss noch dämlichere fragen und ließ mich ins offene messer laufen. natürlich war
ich aufgeregt und habe da ein bisschen rumgehonkt. aber mein gott... dieser artikel hatte irgendwie so gar nichts mit dem aufgabengebiet zu tun, mit dem ich mich da hätte befassen sollen. aber
ich hatte ja nunmal versagt und wurde dann so ganz nett gefragt: "kriegen sie denn sowas wie abwesenheitsmeldungen auf englisch hin?". mh... ja? vielleicht hätte man mir auch einfach mal solche
aufgaben stellen sollen und nicht so einen scheiß über kreuzfahrtschiffe? nun denn... am ende erfuhr ich von einer dame aus der buchhaltung, dass ich den job nicht bekommen habe. die dame war
sehr nett und sagte mir ein paar dinge, die mich nachdenklich gestimmt haben. zum einen fragte sie nach meinem BEC, aus persönlichem interesse. und dann erzählte sie mir plötzlich, dass SIE mich
mit kusshand eingestellt hätte und auch gar nicht verstehen könne, warum der chef sie zum zweiten gespräch mit mir nicht dazugeholt hätte. denn sie sei englischlehrerin und hätte mit mir einen
vernünftigen test gemacht, nicht so einen schwachsinn. super... da ist man doch gleich sehr viel froher.
aber genug gejammert, ich muss mal eben ins krankenhaus.
Freitag, 1. august 2008
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2008
14:24
... seien meine bewerbungsunterlagen, wie heute aus hamburg mitgeteilt wurde. zwar gab es trotzdem eine absage, aber man behält mich noch in der hinterhand. ist ja eigentlich auch ganz nett.
:)
ansonsten ist die angeforderte arbeitsprobe unterwegs und ich begebe mich jetzt ins wochenende.
Donnerstag, 31. juli 2008
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07
2008
19:36
obwohl ich den sommer nicht mag, freue ich mich gerade über meinen aufenthalt auf der sonnenseite des lebens.
so ganz öffentlich und (theoretisch) für jeden lesbar kann ich mich heir zwar jetzt nicht darüber auslassen, aber vielleicht kommt ja der eine oder andere leser von selbst drauf. oder er fragt
eben einfach nach...
jedenfalls ist es jetzt gerade so, dass ich wegen einer gerade erfolgten kenntnis jetzt breit grinsend hier sitze und mich über meine eigene klugheit (und noch ein paar andere dinge) freue
.allerdings fühle ich mich auch ein bisschen wie ein arschloch, aber wirklich nur ein bisschen.
wenn die notwendige zeit der geheimhaltung vorbei ist, werde ich das mysterium wohl aufklären. hoffentlich mit einem noch breiteren grinsen als jetzt gerade.
nun gut... ich muss mich jetzt noch ein bisschen weiterfreuen.
Donnerstag, 31. juli 2008
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07
2008
10:36
vor gut drei wochen habe ich eine bewerbung abgeschickt. obwohl die ausschreibung sich interessant las und auch die anforderungen ganz gut passten, war der eigentliche grund für meine bewerbung
ein anderer. denn nachdem ich das unternehmen gegoogelt hatte, musste ich doch ein wenig lachen. ich konnte einfach nicht anders...
eigentlich habe ich gar nicht mit einer reaktion gerechnet, und dann gab es eben doch einen termni zum gespräch. ich habe mich selten dämlich angestellt, dummes zeug geredet und mich
enthusiastisch selbst disqualifiziert. zumindest kam es mir selbst so vor. eine entscheidung wurde für den 28. juli angekündigt und blieb natürlich aus. sowas kenne ich ja schon. "wir rufen sie
definitiv am ... an und teilen ihnen die entscheidung mit.", und dann passiert nichts.
ich ging also davon aus, dass sich dieser job für mich erledigt hat und ich nie wieder auch nur ein wort von da höre.
nun kam aber gerade überraschend eine mail vom chef und siehe da, ich bin in der engeren wahl. es ist mir wirklich ein rätsel, wie ich das geschafft habe. aber ich freue mich doch ein wenig. auch
wenn ich mir sicher bin, dass ich mich jetzt mit der mir angetragenen probeaufgabe wirklich total aus dem rennen schieße. doch selbst wenn... ich habe es immerhin in die engere auswahl geschafft,
OBWOHL ich mich so bescheuert aufgeführt habe. irgendwas an mir kann also gar nicht so schlecht sein, und wenn es nur die zeugnisse sind.
Freitag, 25. juli 2008
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25
07
2008
20:23
trotz meiner alles beherrschenden müdigkeit sind seit gestern immerhin schon 2 bewerbungen auf die reise gegangen. ob das ein guter schnitt ist? nein, eigentlich nicht. die freie zeit hätte sich
durchaus produktiver nutzen lassen können, das steht außer frage. dennoch bin ich ein bisschen stolz auf mich.
es sind immerhin schon 2 von den ansgestrebten 20. das ist ein anfang.
Freitag, 18. juli 2008
5
18
07
2008
12:47
wo sammelt sich eigentlich der ganze schwachsinn an, der dann natürlich nur in den unpassendsten momenten aus meinem mund rauskommt?